25. April 2011

Mehr Wahltarife für GKV-Mitglieder

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Geld sparen durch WahltarifeNachdem 2009 der einheitliche Beitragssatz für Krankenkassen eingeführt wurde, bieten nur Wahltarife die Möglichkeit, die Beitragszahlungen zu beeinflussen. Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler will nun mehr Wahltarife für die GKV zulassen, wie die Nachrichten Agentur Reuters berichtet.

„Im Zuge des anstehenden Gesetzesvorhabens zur Versorgungssicherheit sollen die Wahlmöglichkeiten der Versicherten noch ausgeweitet werden“, sagte eine Ministeriumssprecher gegenüber Reuters. Eine Abschaffung der Wahltarife, wie Medien schrieben, sei nicht geplant.

Wahltarife sind privatversicherungsrechtliche Elemente, mit denen die Versicherten der Krankenkassen zusätzliche Optionen in Anspruch nehmen und Geld sparen können. Unter der Vielzahl an Angeboten ist ein Teil der Wahltarife ist verpflichtend, wie beispielsweise Hausarzttarife oder Krankengeldtarife, ein anderer Teil eine freiwillige Offerte. Dazu zählen die häufig genutzten Beitragsrückerstattungs- und Selbstbehalttarife, Kostenerstattungstarife oder Tarife zur Zuwahl bestimmter Arzneimittel.

Mit einem Selbstbehalttarif wird jährlich eine vereinbarte Prämie zurückgezahlt, wenn der Versicherte im Krankheitsfall die Kosten bis zu einem bestimmten Wert selbst trägt. Eine weitere Möglichkeit für Mitglieder der gesetzlichen Versicherung, Geld zu sparen, bietet ein Beitragsrückerstattungs-Wahltarif. Hier erhält der Versicherte einen Teil seines Beitrags zurück, sollte er im abgesteckten Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen haben.

Ziel der eingesetzten Wahltarife ist beispielsweise, eine gesundheitsbewusste Lebensführung zu fördern und die Teilnahme an Hausarzt- und Versorgungsprogrammen zu begünstigen. Außerdem soll mit einem entsprechenden Wahltarif dem Kundenwunsch nach mehr Eigenverantwortung und Gestaltungsspielräumen nachgekommen werden.

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