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Kommt der Zusatzbeitrag für Übergewichtige?

19. Januar, 2016

23. Juli 2010 Kommt der Zusatzbeitrag für Übergewichtige?

Fat-Tax nun auch bei den Krankenkassen? Übergewichtige belasten das deutsche Gesundheitssystem jährlich mit zusätzlichen 17 Milliarden Euro. Diese Tatsache hat den sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz zu dem Vorschlag angeregt, Risikozuschläge für dicke Menschen einzuführen.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte der Abgeordnete, dass man sich mit der Frage beschäftigen dürfe, ob man von Menschen, die durch ungesunde Lebensweise hohe Kosten für die Allgemeinheit verursachen, Risikozuschläge verlangen könne. Dicke Menschen müssten dafür eine besondere Verantwortung in finanzieller Hinsicht übernehmen.

Auch Gesundheitsökonom Jürgen Wasem steht einer Diskussion über höhere Zuzahlungen für Kostenverursacher positiv gegenüber. Er forderte demnach eine höhere Besteuerung von risikoreichen Lebensfaktoren, wie es bei Tabakprodukten bereits Standard ist. Dazu gehörten Wasem zufolge auch Risikosportarten und Dickmacher wie Schokolade.

Dieser Vorschlag stößt auch bei großen Teilen der Bevölkerung auf positives Feedback. Eine noch unveröffentlichte Studie der Jacobs-University Bremen zeigt, dass „die Mehrheit der Versicherten höhere Zuzahlungen bei ungesunden Verhaltensweisen befürwortet“, sagte Adele Diederich, die die Studie hervorgebracht hat.

Konter kam dagegen von SPD-Querschläger Karl Lauterbach, der kürzlich mit einem Verbot von Homöopathie auf Kassenkosten in die Schlagzeilen geraten war. Er bezeichnete eine mögliche Zuzahlung für dicke Menschen als „schwachsinnigen Vorschlag“ mit der Begründung, dass man dabei selektiver vorgehen müsse.

Übergewicht habe schließlich auch psychische oder erblich bedingte Ursachen und gingenicht pauschal auf eine undesunde Lebensführung zurück. Stattdessen müsste vielmehr über bessere präventive Maßnahmen schon ab frühem Kindesalter und für Personengruppen mit hohem Risikopotenzial nachgedacht werden. Bislang fehle vom Gesundheitsminister Philipp Rösler noch ein entsprechender Vorschlag.

Nach Homöopathie-Verbot auch Fast-Food-Verbot?

Eine staatliche Kontrolle der gesunden Lebensweise in Deutschland lehnten jedoch Verbraucher- sowie Gesundheitsministerium strikt ab. Eine gesunde Lebenshaltung per Verordnung könne es nicht geben, hieß es dort. Zuvor hatte Erwin Lotter von der FDP gegenüber der  „Bild“-Zeitung einen ähnlichen Vorschlag geäußert, in dem er ein Fast-Food-Verbot für Kinder unter 16 Jahren gefordert hatte. Man müsse gegen eine Verfettung der Kinder hierzulande politisch vorgehen, begründete er seinen radikalen Vorstoß.